{"id":67099,"date":"2015-12-24T13:41:46","date_gmt":"2015-12-24T18:41:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/schuppenflechte-wikipedia\/"},"modified":"2015-12-24T13:41:46","modified_gmt":"2015-12-24T18:41:46","slug":"schuppenflechte-wikipedia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/transhuman-news-blog\/psoriasis\/schuppenflechte-wikipedia\/","title":{"rendered":"Schuppenflechte  Wikipedia"},"content":{"rendered":"<p><p>Klassifikation nach           ICD-10                                      L40                          Psoriasis                                      L40.0                          Psoriasis vulgaris                                      L40.1                          Generalisierte Psoriasis pustulosa                                      L40.2                          Akrodermatitis continua suppurativa                                      L40.3                          Psoriasis pustulosa palmoplantaris                                      L40.4                          Psoriasis guttata                                      L40.8                          Sonstige Psoriasis                                      L40.9                          Psoriasis, nicht nher bezeichnet                                                ICD-10 online (WHO-Version 2013)                      <\/p>\n<p>    Schuppenflechte bzw. Psoriasis (altgr. ; im Altertum flschlicherweise    gleichgesetzt mit der  psra    Krtze) ist    eine nicht-ansteckende, entzndliche Hautkrankheit    (Dermatose), darber hinaus eine mglicherweise auch    andere Organe betreffende Systemerkrankung, dies betrifft vor allem die    Gelenke und zugehrigen Bnder und    angrenzenden Weichteile, die Augen, das Gefsystem sowie    das Herz. Auerdem kann    sie zu Diabetes und Schlaganfall    fhren.[1]  <\/p>\n<p>    Sie zeigt sich im Wesentlichen durch stark schuppende,    punktfrmige bis handtellergroe Hautstellen (hufig an den    Knien, Ellenbogen und an der Kopfhaut, auch am Anus)  oft mit starkem Juckreiz  sowie    Vernderungen an den Ngeln.  <\/p>\n<p>    Weltweit leiden etwa 125 Millionen, in Deutschland ca. zwei    Millionen Menschen unter der Krankheit.[1]  <\/p>\n<p>    Die tiologie der Psoriasis ist vermutlich    multifaktoriell (erbliche Disposition, Autoimmunreaktion) und noch nicht    abschlieend geklrt.  <\/p>\n<p>    2004 wurde der 29. Oktober von der International Federation    of Psoriasis Associations erstmals als Welt-Psoriasistag ausgerufen.  <\/p>\n<p>    Eine schuppende Hautkrankheit, bei der es sich wahrscheinlich    um Psoriasis handelte, wurde bereits vom griechischen Arzt    Hippokrates (ca. 460370    v.Chr.) beschrieben. Der Ausdruck Psoriasis wurde zum    ersten Mal vom Arzt Galenus verwendet, der damit eine    Schuppenbildung im Augen- und Hodensackbereich umschrieb. Bei dieser handelte    es sich jedoch dem heutigen Forschungsstand nach vermutlich um    Ekzeme.  <\/p>\n<p>    Lange Zeit wurde Psoriasis nicht von der durch Milben verursachten Krtze (Scabies)    unterschieden. Vermutlich wurde Psoriasis auch hufig mit    Lepra verwechselt; es    wird angenommen, dass viele Ausstzige nicht unter    Lepra, sondern unter Schuppenflechte und anderen Dermatosen    litten.  <\/p>\n<p>    Psoriasis zeigt sich im Wesentlichen durch stark schuppende,    punktfrmige bis handtellergroe Hautstellen (hufig an den    Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut) sowie Vernderungen an den    Ngeln.  <\/p>\n<p>    Die Betroffenen haben in typischer Weise monomorphe, rtliche,    meist rundliche, inselfrmige, scharf begrenzte und leicht    erhabene Herde. Diese Effloreszenzen finden sich bevorzugt an    Kopfhaut, Ellbogen, Kniescheiben sowie    um den Bauchnabel und den After, ber dem Steibein und den Fingerkncheln und    unter den Ohrlppchen. Allgemein werden vor allem Hautpartien    befallen, die oft gedehnt werden (wie die genannten Gelenke,    aber auch z.B. die Waden) oder sonst mechanisch gestresst    werden (z.B. unter dem Grtel).  <\/p>\n<p>    Dabei nimmt die Kopfhaut-Psoriasis eine Sonderstellung ein. Der    behaarte Kopf ist sowohl bei juvenilen Formen als auch bei    Erwachsenen das am hufigsten befallene Hautareal der    Psoriasis. Nach Angaben der Deutschen Dermatologischen    Gesellschaft in der Leitlinie zur Psoriasis des behaarten    Kopfes schwanken statistische Angaben zur Hufigkeit des    Kopfhautbefalls bei Psoriasis zwischen 50 und 80    Prozent.[2] Die Kopfhaut zhlt u.a.    aufgrund ihrer Sensibilitt und der dichten Behaarung zu den    schwierig zu behandelnden Arealen.  <\/p>\n<p>    Die Oberhaut (Epidermis) eines gesunden    Menschen erneuert sich innerhalb von 26 bis 27 Tagen. In dieser    Zeit werden neue Hautzellen gebildet und die gealterten    (verhornten) Hautzellen (Keratinozyten) vom Krper nahezu    unsichtbar abgestoen. Bei der gesunden Haut dienen die    Keratinozyten dem mechanischen, mikrobiellen und chemischen    Schutz der Haut. Der Transkriptionsfaktor STAT3 wird    normalerweise nur nach Hautdefekt aktiviert und lst dann ber    eine Vermehrung der Keratinozyten und eine Aktivierung der    kutanen T-Zellen den Reparaturvorgang aus.  <\/p>\n<p>    Bei der Psoriasis dagegen erfolgt die Verhornung an den    befallenen Stellen sowohl beschleunigt  die Hautschicht    erneuert sich vorzeitig innerhalb von nur drei bis sieben Tagen     als auch vermehrt (hyperkeratotisch) und unter Verlust des    Stratum granulosum nach Aufbau und    Funktion gestrt (parakeratotisch). Grnde sind die erhhte    DNS-Synthese und die gesteigerte    mitotische Aktivitt    der Basalzellen der Epidermis. Es kommt auch ohne    Hautdefekt zur Aktivierung des STAT3 und damit fortlaufend zu    unangepassten Umbauvorgngen in der Epidermis.[3]  <\/p>\n<p>    Die gealterten Hautzellen    bilden bei der Psoriasis aufgrund der beschleunigten Erneuerung    silbrig glnzende grob-lamellse Schuppen, die    eine talgartige, silbrige Konsistenz haben, welche an    Kerzenwachs erinnert (Kerzenwachsphnomen). Das darunter    liegende Gewebe, die unterste Zellschicht der Oberhaut, die Grenze zur Lederhaut (Dermis), ist auf Grund des    vermehrten Wachstums stark durchblutet und erscheint daher    unter den leicht entfernbaren Schuppen als krftige Rtung.    Es lsen sich leicht auch noch tiefere Zelllagen (Phnomen des    letzten Hutchens). Kann dieses dnne Hutchen abgelst werden,    gilt dies fast immer als sicheres Zeichen von Schuppenflechte.    Nach der Entfernung kommt es zu einer punktfrmigen Blutung    (Phnomen des blutigen Taus, Auspitz-Phnomen).  <\/p>\n<p>    Ebenfalls typisch ist die Infiltration von Neutrophilen, was zu Mikroabszessen    (Munro-Abszess) unter der Hornschicht fhrt.  <\/p>\n<p>    Der Schweregrad der Erkrankung wird vor allem fr die Bewertung    von Therapie-Ergebnissen mit dem PASI-Score ermittelt.  <\/p>\n<p>    Die seelischen Belastungen Psoriasiskranker werden    allgemein stark unterschtzt; nach neueren Studien liegen sie    aber in der Grenordnung von Herzinfarkt-Patienten. Viele    Betroffene erfahren ihre Erkrankung als starke Beeintrchtigung    der persnlichen Lebensqualitt. Sie fhlen sich    gesellschaftlich isoliert, leiden unter mangelndem    Selbstbewusstsein und hufig auch unter Depressionen.[4] Dass die Rate an Alkoholmissbrauch bei Psoriasis deutlich    ber der der Allgemeinbevlkerung liegt, kann sowohl eine Folge    als auch einen verschlimmernden unspezifischen Reiz der    Hauterkrankung darstellen.  <\/p>\n<p>    Psoriasis vulgaris:  <\/p>\n<p>    Typ I (6070% der Flle) Manifestiert sich vor dem    vierzigsten Lebensjahr, weist eine familire Hufigkeit auf und    ist in ihrem Verlauf als schwerwiegender einzuordnen als Typ    II. Zu 95% ist diese Form mit dem Histokompatibilittsantigen HLA-Cw 6 und    HLA-Dr 7 sowie mit HLA-B 17 und HLA-B 57 gekoppelt. Alle Gene    liegen auf dem kurzen Arm von Chromosom6.  <\/p>\n<p>    Typische Erstmanifestation der Psoriasis vulgaris ist die    Psoriasis guttata, die hufig nach Kontakt mit Triggerfaktoren    wie Medikamenten (-Blocker, Lithium, Antimalariamittel etc.) oder einer    Streptokokkeninfektion auftritt. Sie kann    jedoch wieder abklingen oder in eine Vulgaris bergehen.    Lokalisationsstellen der Psoriasis vulgaris sind die Kopfhaut    (psoriasis capilitii), die intertriginsen Rume, die    Beugenflchen (psoriasis inversa), die Handinnenflchen und    Fusohlen (psoriasis palmarum et plantarum), die genitale sowie    die anale Lokalisation (bei der eine Rhagade in der Analkerbe als typisches    Zeichen gilt).  <\/p>\n<p>    Typ II (3040% der Flle) Sptmanifestation hufig    erst nach dem vierzigsten Lebensjahr. Sie geht meist mit    Nagelpsoriasis oder Gelenkbeschwerden (Psoriasisartrithis)    einher. Die HLA-Koppelung ist nur gering, und es gibt keine    familire Hufung. Es handelt sich meist um leichtere Verlufe.  <\/p>\n<p>    Typ Zumbusch. (0,52,5% der Flle)    Hautbefall mit Pustelbildung und einer erhhten Koppelung mit    HLA-B27, vor allem    ab dem 50. Lebensjahr zu beobachten, selten frher.  <\/p>\n<p>    Die Ursachen fr diese meist generalisiert auftretende    Psoriasis-Form sind noch weitestgehend ungeklrt. Man geht    davon aus, dass ungewhnlich groe Mengen des    neutrophilen-chemotaktischen Interleukin-8 einstrmen,    wodurch sich die massenhafte Einwanderung neutrophiler    Granulozyten in das Stratum corneum erklren liee. Das    Einstrmen fhrt zu sterilen Pusteln. Eine wesentliche    Bedeutung kommt neben dem IL-8 dem Tumornekrosefaktor- (TNF) zu, der zu    kutanen Entzndungsreaktionen und der systemischen Symptomatik fhrt.  <\/p>\n<p>    Der klinische Verlauf kennzeichnet sich durch einen akuten    Fieberschub. Innerhalb weniger Stunden entwickeln sich zunchst    an den Berhrstellen der Haut (z.B. unter der Brust) und    spter generalisiert flchige Erytheme mit Pusteln, die in    schweren Fllen konfluieren knnen.  <\/p>\n<p>    Innerhalb von 24 Stunden steigt die Zahl der Leukozyten, der    Calciumgehalt sinkt, ebenso der Gehalt an Albumin im Blutplasma. Im    weiteren Verlauf kommt es immer wieder zu neuen Fieberschben    und generalisierten Pusteln.  <\/p>\n<p>    Psoriasis pustulosa generalisata:  <\/p>\n<p>    Diese spezielle Form der Psoriasis kann ohne Therapie    einschlielich innerlicher Anwendungen (s. u.) tdlich    verlaufen und wird auch durch kosmetische Produkte ausgelst    (s. u.).  <\/p>\n<p>    Psoriasis pustulosa palmaris et plantaris  <\/p>\n<p>    Typ Barber: Bei gutem Allgemeinbefinden befinden sich    die Pusteln nur an Hnden und Fen.  <\/p>\n<p>    Akrodermatitis continua suppurativa  <\/p>\n<p>    Typ Hallopeau: Die Pustelbildung befindet sich an den    Akren (das sind: Finger, Zehen, Hnde, Fe, Nase, Kinn,    Augenbrauen- und Jochbgen), besonders an den Fingern. Nagel-    und Haarverlust sind mglich.  <\/p>\n<p>    Bei massivem Befall der Kopfhaut knnen die Haarfollikel    beeintrchtigt werden, was als besondere Form des inselfrmigen Haarausfalls eine Alopecia    psoriatica zur Folge hat.  <\/p>\n<p>    Vernderungen an den Ngeln von Zehen und Fingern stellen    manchmal das einzige Symptom dar. Es kommt zur    Nagelmatrix-Psoriasis (Tpfel- oder Grbchenngel, lflecken    bzw. gelblich verfrbte lngel), zur    Nagelbett-Psoriasis (distale Onycholyse) und zur    subungualen Onychodystrophie (Krmelnagel, Nagelverdickungen).  <\/p>\n<p>    Mit und ohne (wesentliche) Beteiligung der Haut kann die    Psoriasis auch andere Organe betreffen:  <\/p>\n<p>     Hauptartikel: Psoriasisarthritis: Entzndliche    Vernderungen an den Gelenken und zugehrigen Bndern und    angrenzenden Weichteilen, mit und ohne gleichzeitige    Vernderungen der Haut sowie mit und ohne berschneidung zur    Bechterewschen    Krankheit mit Nachweis von HLA-B27.  <\/p>\n<p>    Entzndungen des Augeninneren (Uveitis) kommen bei Psoriasis gehuft vor, sind    gehuft mit Entzndungen auch der Netzhaut verbunden und haben    weitere Eigentmlichkeiten gegenber anderen Formen der    Uveitis.[5]  <\/p>\n<p>    Psoriasis ist ein eigenstndiger erheblicher Risikofaktor fr arterielle    Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Ein Vergleich ber 14    Jahre von etwa 127.000 Psoriasis-Kranken mit ber 550.000    vergleichbaren Patienten ohne Psoriasis ergab 2006, dass es je    1000 Personenjahre bei Patienten mit schwerer Psoriasis der    Haut zu 5,13, bei milder Psoriasis zu 4,04, dagegen bei den    Patienten ohne Psoriasis nur zu 3,58 Herzinfarkten kam. Das    grte Risiko hatten junge Patienten mit schwerer Psoriasis der    Haut.[6]  <\/p>\n<p>    Ein Vergleich zwischen Schuppenflechte-Patienten und in Alter    und Geschlecht vergleichbaren Gesunden ergab, dass    Psoriasis-Patienten eine vermehrte Knochenproliferation bei    gleichzeitigem nicht unterschiedlichen Erosionsumfang    aufweisen. [7]  <\/p>\n<p>    Die tiologie der Psoriasis ist vermutlich    multifaktoriell; Zusammenhang, Ausma und Wirkung von erblicher    Disposition und Autoimmunreaktion sowie weiterer    mglicher Auslser sind noch nicht abschlieend geklrt.  <\/p>\n<p>    Schuppenflechte ist zu einem erheblichen Anteil erblich bedingt, daher wird    familire Hufung beobachtet, wobei gelegentlich mehrere    Generationen bersprungen werden. Bis heute ist allerdings    nicht bekannt, ob die Psoriasis dominant oder rezessiv vererbt wird. Man geht    davon aus, dass sie durch das Zusammenwirken von Varianten    verschiedener Gene und Umwelteinflssen ausgelst wird. Das    Risiko eines eineiigen    Zwillings eines Betroffenen, ebenfalls zu erkranken, liegt    bei 6572%.[8] Etwa    23% der Bevlkerung in Mitteleuropa sind von der Krankheit    betroffen, whrend der Anteil in den USA    bei ca. 45% liegt. Bei Inuit, Indianern, Schwarzafrikanern und Aborigines kommt die Psoriasis so gut wie    nicht vor; in Japan und    der Volksrepublik China liegt die    Prvalenz    zwischen 0,025 und 0,3%, am hufigsten ist sie unter    Kasachen (bis    12%). Nicht bei allen Erbmaltrgern kommt die    Schuppenflechte zum Ausbruch; zu der Erbanlage mssen    vermutlich noch weitere, meist noch unbekannte Faktoren    hinzukommen.  <\/p>\n<p>    Dass bei Erbkrankheiten ber Jahrtausende hinweg eigentlich    nachteilige Gene erhalten bleiben, wird durch anderweitige    Selektionsvorteile der Betroffenen    zu erklren versucht. Fr die Psoriasis wird postuliert, dass    zu Psoriasis neigende Personen weniger unter Hautinfektionen    leiden, weil sie mehr Defensine (antibakterielle Proteine, enthalten    in den Zellen des Stratum corneums der Haut) besitzen.[9]  <\/p>\n<p>    Es wird davon ausgegangen, dass es sich um eine autoimmune T-Zell-mediierte    Immunreaktion handelt, bei der das Immunsystem krpereigenes Gewebe als    krperfremd erkennt und angreift. In den betroffenen Geweben    entsteht ein proinflammatorisches Milieu.  <\/p>\n<p>    berraschend fand eine italienische Studie eine Prvalenz von    18 Prozent mit latenter Tuberkuloseinfektion unter gut 400 an    Schuppenflechte-Erkrankten. Ob dabei die Infektion einen    Risikofaktor fr Psoriasis darstellt, oder ob sowohl Infektion    als auch Psoriasis durch den gleichen Defekt im Immunsystem    begnstigt werden, muss weiter untersucht werden.[10]  <\/p>\n<p>    Reitersche Erkrankung:  Hauptartikel: Reaktive    Arthritis  <\/p>\n<p>    Von den zahlreichen Erkrankungen, welche hnlich einer    Psoriasis verlaufen knnen, sei hier nur diese genannt. Das    Vollbild mit der Trias aus Gelenkentzndung (Arthritis),    Bindehautentzndung (Konjunktivitis) und Entzndung der    Harnrhre (Urethritis) wird vermutlich durch eine    Autoimmunreaktion nach bakterieller Infektion ausgelst, wenn    diese auch nicht immer erinnerlich ist. Wenn sich zudem nahe    den entzndeten Gelenken sichtbare Hautvernderungen zeigen,    die denen der Psoriasis hneln, ist die Reitersche Erkrankung    eine Differentialdiagnose zur Psoriasisarthritis.  <\/p>\n<p>    Bei jedem Patienten verluft die Krankheit anders: So heilt sie    bei einigen scheinbar aus und tritt nur einmal im Leben auf    (rund 25%), bei anderen dagegen wechseln Phasen mit    starker und geringer oder fehlender Aktivitt der Erkrankung.  <\/p>\n<p>    Viele Betroffene berichten ber schwerwiegende physische    oder psychische Belastungssituationen als initialen    Auslsefaktor, wie z. B. einen schweren grippalen Infekt, eine    Operation oder auch einschneidende private Erlebnisse, wie den    Tod eines nahen Angehrigen. Gerade bei Frauen haben oft auch    starke hormonelle Vernderungen, wie sie u. A. bei Schwangerschaften vorkommen, erstmals    einen Ausbruch und einen Psoriasis-Schub zur Folge. Dass die    Schuppenflechte hufig das erste Mal in der Pubertt ausbricht,    knnte auch in diesen Zusammenhang gehren.  <\/p>\n<p>    Am hufigsten zeigt sich die Erkrankung aber erst zwischen dem    20. und 30. Lebensjahr (TypI, s.o.). In einzelnen    Fllen tritt die Psoriasis bereits im Kindesalter auf und    stellt dann eine zustzliche und meist unterschtzte psychische    Belastung fr das Kind dar. Vor allem in der Herbst- und    Winterzeit kommt es aufgrund der zustzlichen Hautbelastungen    durch trockene Heizungsluft und nasskalte Klimabedingungen und    wohl auch wegen geringerer UV-Einstrahlung vermehrt zu    Krankheitsschben.  <\/p>\n<p>    Auerdem kann die Psoriasis bei bereits bestehender Veranlagung    durch zahlreiche Medikamente wie:    Betablocker, ACE-Hemmer, Lithium-Salze, Antimalariamittel, Interferone, Tetracycline, Terbinafin, NSAIDs und    Folsure    ausgelst oder auch der Krankheitsverlauf verschlimmert werden.  <\/p>\n<p>    Risikofaktoren sind auch kosmetische Prparate des tglichen    Lebens, insbesondere, wenn sie die Haut austrocknen    (beispielsweise alkoholhaltige Lotionen) oder sie chemisch    irritieren, wie Rasierschaum, Haarspray und    Handwaschprparate. Selbst kosmetische Produkte, die eigentlich    der Linderung psoriatrischer Symptome dienen sollen, knnen zu    deren Verschlechterung bis hin zur gefhrlichen Psoriasis    pustulosa generalisata fhren, so die zahlreichen Shampoos, die    Zink-Pyrithion enthalten.[12][13]  <\/p>\n<p>    Als Auslsefaktoren einer Psoriasis werden auch    unspezifische Reize, wie Verletzungen, Reibung,    Operationen, Sonnenbrnde oder hnliches beobachtet. Die    Psoriasis gehrt daher auch zu den Erkrankungen, bei denen das    Kbner-Phnomen    nachweisbar ist. bergewicht, Alkoholmissbrauch sowie Stress knnen eine Psoriasis    ebenfalls verschlechtern.  <\/p>\n<p>    Anlsslich des Welt-Psoriasistags 2013 teilte der    Deutsche Psoriasis Bund mit,    dass nach Schtzungen von Experten etwa ein Viertel    (24%) der an Psoriasis Leidenden aufgrund von    Unzufriedenheiten mit der Behandlung nicht mehr zu einem Arzt    gehen. Aufgrund mangelnder Kenntnisse bei rzten und Patienten    ber Ausma und Therapien der Krankheit immer weiter    stattfindende zu spte, falsche oder nicht ausreichende    Behandlungen seien nicht mehr hinnehmbar.[1]  <\/p>\n<p>    Ausgehend vom Verstndnis der Psoriasis als einer genetisch    mitbedingten Erkrankung und der Tatsache, dass eine Gentherapie    bisher nicht verfgbar ist, ist durch andere Arten von    Behandlung keine Heilung, sondern lediglich eine Linderung der    Symptome zu erwarten. Hinzu kommt, dass wie bei allen    Erkrankungen mit phasenhaftem Verlauf und spontanen Besserungen    die Wirksamkeit    von Behandlungsverfahren hinsichtlich dieser Linderung schwer    einerseits vom Placebo-Effekt und    andererseits von spontaner Besserung (Remission) unterschieden werden kann.    Das gilt sowohl fr Behandlungen auf medizinischer wie alternativmedizinischer Grundlage. Je    nach Schweregrad der Erkrankung und Einbeziehung mglicher    Organe wird die Behandlung abgestuft:  <\/p>\n<p>    In einigen Fllen besteht ein Zusammenhang zwischen Psoriasis    und Zliakie. Der bei Zliakie ohnehin gebotene    Verzicht auf Lebensmittel mit dem Klebereiwei Gluten kann dann auch die    Psoriasis-Symptome lindern.  <\/p>\n<p>    Da sich die Psoriasis in vielen Fllen durch negative    psychische Einflsse verschlechtert, knnen Behandlungen, die    Stress verhindern und\/oder die Einstellung zur Krankheit    verndern, positive Wirkungen auf die Psoriasis haben.    Selbsthilfegruppen fr Menschen mit Psoriasis helfen nicht nur,    eine geeignete Behandlungsmethode fr die eigene    Schuppenflechte zu finden, sie geben dem Betroffenen auch die    Gewissheit, mit der Krankheit nicht alleine auf der Welt zu    sein. Insgesamt ist Akzeptanz ein wichtiger Faktor im Umgang    mit der Psoriasis.  <\/p>\n<p>    Auf solche psychologischen Faktoren knnen eventuell auch die    oft berichteten Erfolge mit Auenseitermethoden zurckgefhrt    werden. Patienten, die fr solche naturwissenschaftlich nicht    anerkannten Methoden empfnglich sind, knnen durch    Untersttzung ihrer Psyche indirekt auch profitieren.  <\/p>\n<p>    Bei klinisch weniger schweren Haut-Erscheinungen beschrnkt man    sich in der Regel auf uerliche Anwendungen (topische Therapie). Bei den meisten    Behandlungsmethoden muss sich der Patient auf eine lngere    Dauer von Wochen oder gar Monaten einstellen:  <\/p>\n<p>    Eine Lichttherapie kann in der Praxis des Hautarztes oder, wenn    man sich die entsprechenden Gerte angeschafft hat, zu Hause    durchgefhrt werden. Sonnenlicht bewirkt ebenfalls eine    Linderung, die Bestrahlung mit knstlichem Licht bestimmter    Wellenlnge ist jedoch vorteilhafter.  <\/p>\n<p>    Es werden verschiedene Formen und Kombinationen angewandt:  <\/p>\n<p>    Eine Badetherapie mit schwefelhaltigem Natur-Fango und Vulkanwasser, wie sie    in den argentinischen Anden im Thermalbad Copahue angeboten wird,    kann Linderung, jedoch keine Heilung bewirken. Positive    Erfahrungen gibt es auch mit Badetherapien in der Blauen Lagune    (Bla Lni) in Island, sowie solchen am    Toten Meer in    Israel.  <\/p>\n<p>    Die Balneophototherapie ist hauptschlich    als Sole-Photo-Therapie    bekannt. Diese Methode soll die Bedingungen am Toten Meer    simulieren. Zwischen 60 und 90% der Patienten sprechen    auf diese Behandlungsart gut bis sehr gut an. Hierbei badet der    Patient zunchst etwa 2030 Minuten in einer stark solehaltigen    Lsung, um im Anschluss mglichst mit noch nasser    Haut kurzzeitig. d.h. im Bereich von wenigen    Minuten mit einer intensiven UVB-Lichtquelle bestrahlt zu    werden.  <\/p>\n<p>    Diese wird mit rtlichen Saugbarben (auch    Kangal- oder Knabberfische) durchgefhrt: Die    Patienten baden drei Wochen lang etwa zwei Stunden tglich mit    ca. 200 Saugbarben in speziellen Therapiewannen. Die Fische    (Kangalfische) entfernen dabei die Hautschuppen der betroffenen    Patienten. Anschlieend erhalten die Patienten eine kurze    UV-Bestrahlung im Solarium sowie Hautpflegecremes. Ein    bekannter Ort dafr ist die Kangal Thermalquelle in der Nhe    des trkischen Dorfes Kavak. Behandelte Patienten berichten auf    der kommerziellen Homepage der Einrichtung ber eine deutliche    Befundbesserung. ber die Behandlung in dieser heien Quelle    wurde bisher in zwei kleinen klinischen Studien mit positiven    Ergebnissen berichtet, ihre Aussagekraft ist jedoch    aufgrund des retrospektiven Designs und des Fehlens von    Kontrollgruppen eingeschrnkt. Seit 2000 sind fr diese    Therapie die Fische auch bei Zchtern in Deutschland    erhltlich.[17][18]  <\/p>\n<p>    Der Excimer-Laser stellt eine der neuesten    Entwicklungen in der Lasertherapie dar. Es handelt sich dabei um einen    Xenon-Chlorid-Gas-Laser. Er erzeugt monochromatisches Licht der    Wellenlnge 308nm. Der Laser arbeitet im    UV-Schmalband-Spektrum. Anders als beim aufgefcherten    Lichtkegel von Lichtkabinen erzeugt der Laser einen gebndelten    Strahl. Mit dem kleinen optischen Fenster des Laser-Kopfes ist    es mglich, innerhalb kurzer Zeit eine therapeutisch hohe    Strahlendosis gezielt auf erkrankte Hautgebiete anzuwenden,    ohne die umliegende gesunde Haut der Strahlung auszusetzen. Der    Laser bietet sich besonders zur Behandlung von kleinen,    hartnckigen Entzndungsherden auf der Haut an. Der Laser hat    sich bei der Behandlung von verschiedenen Erkrankungen bewhrt,    die auf eine UV-Therapie ansprechen. Zum Einsatz kommt er vor    allen bei der Psoriasis und der Vitiligo. Die bentigte    Therapiezeit ist durch die hohe Bestrahlungsstrke des Lasers    gegenber konventionellen Lichtkabinen deutlich geringer.    Schwer erreichbare Regionen der Haut, etwa Hautfalten oder    Gelenkbeugen, knnen einfacher erreicht werden als bei einer    Therapie in Lichtkabinen. Je nach Empfindlichkeit des    erkrankten Haut-Areals kann die therapeutisch notwendige Dosis    gezielt angepasst werden.  <\/p>\n<p>    Diese Methode (Psoralen + UVA) gibt es in drei    Formen zur uerlichen (als Creme oder Bad) und innerlichen    Anwendung (mittels Tabletten). Die Wirkstoffe sind Psoralene    (z.B. Methoxsalen), die in Prparaten wie Psoralen oder Meladinine enthalten    sind. Diese steigern die Lichtempfindlichkeit der Haut und    erhhen so die Wirksamkeit der UVA-Strahlen. Durch die    PUVA-Therapie kommt es vermutlich zu einer Photoinaktivierung    der hyperreaktiven T-Zellen, da Psoralen, ein Furokumarin,    molekulare Bindungsreaktionen an Nukleinsuren und    Proteinstrukturen eingeht.  <\/p>\n<p>    Die Schmalspektrum-UVB-Therapie ist nach den    Bestrahlungsgerten mit 311nm Licht-Wellenlnge    benannt. Die Psoriasis reagiert am empfindlichsten im Bereich    zwischen 310 und 313nm, daher ist die 311nm    Bestrahlung heute das Mittel der Wahl fr Ganz- und    Teilkrperbestrahlungen. Durch die geringere Erythemwirkung ist die Vertrglichkeit besser    als bei Breitband-UVB- und SUP-Strahlern. Diese Therapie wird    oft kombiniert mit topischen    Behandlungen, zur weiteren Steigerung der Wirksamkeit.  <\/p>\n<p>    Eine Kombination von UVA und UVB. Sie wirkt rasch    und intensiv, muss aber optimal an die Hautverhltnisse der    Personen angepasst werden, um Sonnenbrnde zu vermeiden. Dies    gilt allerdings fr alle Bestrahlungstherapien.  <\/p>\n<p>    Diese neue Lichttherapie macht sich blaues Licht einer    Wellenlnge von 453 Nanometer (nm) zu Nutze. Dieser    Lichtbereich gehrt zum sichtbaren Lichtspektrum und ist somit frei von Ultraviolettstrahlung    (UV-Strahlung). Leuchtdioden (LEDs) sind sichere,    energieeffiziente und langlebige Lichtquellen. Das blaue    LED-Licht hat wie durch Studien gezeigt wurde    anti-proliferative Eigenschaften, die die bermige Vermehrung    bestimmter Hautzellen (Keratinozyten) bei Psoriasis vermindern    knnen.[19] Auch die Entzndung in    betroffenen Hautstellen kann durch die Inaktivierung von    T-Zellen reduziert werden.[20] Diese Effekte fhren laut    klinischen Studien zu einer Linderung der Symptome der    Schuppenflechte-Herde, wie Schuppung, Rtung und Dicke.[21][22]  <\/p>\n<p>    Die Elektrotherapie mit schwach dosiertem Interferenzstrom zur    Behandlung wurde am Forschungszentrum Karlsruhe    weiterentwickelt, wo man in einer kleineren Studie    Behandlungserfolge nachweisen konnte.[23][24] Die    Behandlung sei praktikabel und gut vertrglich. Zur Behandlung    mssen die psoriatischen Areale mit Elektroden abgedeckt    werden. Hnde, Fe oder Ellbogen knnen auch in Wannen    behandelt werden, die mit Leitungswasser gefllt sind. Die    Behandlungen mssen regelmig zweimal tglich fnf Minuten    lang durchgefhrt werden, bis der Befall abgeheilt oder    deutlich gebessert ist. Je nach dessen Schwere dauert dies bis    zu zwlf Wochen. Da die Behandlungen regelmig erfolgen    mssen, werden sie in der Regel vom Patienten selbst    durchgefhrt. Die Behandlung erfordert spezielle    Therapiegerte, die gekauft oder geliehen werden knnen.    Zurzeit laufen mehrere Studien.[25] Bei der    Psoriasis-Arhritis sind zwar analgetische Effekte beschrieben,    ein Einfluss auf den Krankheitsverlauf ist jedoch nicht    beobachtet worden.[26]  <\/p>\n<p>    Innerliche Anwendungen (systemische Therapie) ist bei    mittelschweren bis schweren Fllen der Haut und bei    Beteiligungen anderer Organe indiziert. Angesichts der    Tatsache, dass es sich bei der Schuppenflechte um eine    Autoimmun-Erkrankung (s.o.), also eine entzndliche,    systemische Erkrankung mit dem zustzlichen Risiko assoziierter    Co-Morbiditten handelt, spielt die systemische Behandlung    eindeutig die grere Rolle. Eine kosmetische (topische)    Behandlung kann fr eine systemische Erkrankung keine    zufriedenstellende Lsung sein. Neuere Daten legen nahe, dass    eine frhe systemische Therapie nicht nur die Schuppenflechte    selbst verbessert, sondern auch das mit Schuppenflechte    assoziierte kardiovaskulre Risiko vermindert.[27]  <\/p>\n<p>    Die folgende Liste orientiert sich an der Hufigkeit der    Verschreibung in Deutschland laut dem deutschen Psoriasis-Register:[28]  <\/p>\n<p>    Eine Mischung aus unterschiedlichen Fumarsureestern (Fumarsuredimethylester und    Fumarsuremonoethylester-Salze) ist als Medikament unter dem    Handelsnamen Fumaderm seit    1994 verfgbar.[29]    Behandlungen mit diesem Medikament werden bei mittelschwerem    bis schwerem Befall vorgenommen, wobei es zu einer Abnahme des    Schweregrades der Erkrankung im Mittel um 50-80%    kommt.[30]    Nach Empfehlung der deutschen S3 - Leitlinie zur Therapie der    Psoriasis vulgaris eignen sich Fumrsureester besonders zur    Langzeittherapie. Ein weiterer Vorteil der Therapie mit    Fumarsureestern liegt in den geringen    Arzneimittelinteraktionen.[30]    Fumarsuredimethylester wirken immunmodulatorisch    (antientzndlich) und sind die Antipsoriatika mit der lngsten    Erfahrung im Einsatz (nmlich seit 1959).[31] Dadurch, dass die    Entzndung zurckgeht, gehen auch die Schuppen zurck.  <\/p>\n<p>    Die wichtigsten unerwnschten Arzneimittelwirkungen sind    vorbergehende Magen-Darm-Beschwerden, Diarrhoen, kolikartige Bauchschmerzen und    Hitzewallungen.[32]    Ferner kann die Zahl der weien Blutkrperchen im Blut abnehmen    (Leuko-\/Lymphozytopenie). Sollte die Anzahl    der weien Blutkrperchen stark abfallen, muss die Dosis    reduziert oder die Therapie unterbrochen werden. Wenn die    Therapie trotz stark reduzierter Anzahl weier Blutkrperchen    fortgefhrt wird, besteht das Risiko opportunistischer    Infektionen, wie beispielsweise der progressiven    multifokalen Leukenzephalopathie (PML), die mitunter sogar    tdlich verlaufen kann. rzte kontrollieren daher das Blutbild    in regelmigen Abstnden. Es gibt keine wissenschaftlichen    Hinweise auf ein DMF-assoziiertes Risiko fr PML. Das    vorteilhafte Nutzen-Risiko-Verhltnis von Fumaderm    bei der oralen Behandlung der mittelschweren bis schweren    Psoriasis insbesondere fr die Langzeiterhaltungstherapie wurde    in den entsprechenden Leitlinien zur Therapie der Psoriasis    hervorgehoben.[29] Die    Effekte bei Psoriasisarthritis sind nicht ausreichend    untersucht, es gibt aber Hinweise auf eine Wirksamkeit[33] und in aktueller    klinischer Praxis werden Fumarsureester bei Patienten mit    Plaque Psoriasis und milder Psoriasisarthritis    eingesetzt.[34]    Fumarsureester sind die am hufigsten verschriebene    systemische Psoriasis-Therapie in Deutschland.[28]  <\/p>\n<p>    In niedriger Dosis (bis zu 25 mg\/Woche) verwendet ist Methotrexat (MTX,    zahlreiche Generika) weltweit das am hufigsten    verwendete Medikament zur innerlichen Behandlung der Psoriasis.    In Deutschland wird es am zweithufigsten eingesetzt.[28] Es    unterdrckt das Immunsystem. Unerwnschte Arzneimittelwirkungen    betreffen die Leber, Nieren und das blutbildende System des    Knochenmarks. Lange galt, dass MTX besonders gut bei    Psoriasisarthritis wirksam ist, allerdings konnte eine im Jahr    2012 publizierte randomisierte placebokontrollierte Studie    keinen solchen Effekt zeigen.[35]  <\/p>\n<p>    Bei den Biologicals unterscheidet man zwei Typen: Die    TNF-Blocker    - Adalimumab    (Humira), Infliximab (Remicade),    Etanercept    (Enbrel) und den p40 Interleukin 12\/23-Hemmer    Ustekinumab    resp. den monoklonalen    Antikrper Secukinumab    (Cosentyx von Novartis), der Interleukin-17A    neutralisiert.[36] Es handelt sich    dabei um biotechnologisch hergestellte Substanzen, die entweder    zur Gruppe der monoklonalen Antikrper (Adalimumab, Infliximab,    Secukinumab und Ustekinumab) oder der Gruppe der    Fusionsproteine (Etanercept) gehren. Diese Substanzen werden    bei Patienten eingesetzt, bei denen die klassischen    systemischen Therapien (Methotrexat, Ciclosporin,    Fumarsureester) oder eine Lichttherapie nicht in Frage kommen    oder unzureichend wirksam sind. Es gibt Hinweise, dass bei    Psoriasisarthritis die TNF--Antagonisten ein Fortschreiten der    Gelenkschden verhindern knnen. Besonders die TNF-Blocker    erhhen das Infektionsrisiko unter der Therapie, auch das    Risiko opportunistischer Infektionen, wie beispielsweise der    PML.[37] Unter Ustekinumab kann eine    besonders schwerwiegende Abschlung der Haut eintreten.[38] Da Adalimumab die Immunabwehr    unterdrckt, ist auch hier das Risiko erhht, an    opportunistischen Infektionen zu erkranken.[39] Adalimumab wird in Deutschland    zur Behandlung der Psoriasis am dritthufigsten    eingesetzt.[28] Die drei    Proteine Adalimumab, Etanercept und Infliximab gelten - unter    wirtschaftlichen Aspekten - als besonders erfolgreiche    Medikamente und sind daher so genannte Blockbuster. Sie werden aber auch    in anderen Indikationen eingesetzt (z.B. Psoriasisarthritis, Rheuma und Morbus Crohn.)  <\/p>\n<p>    Der Phosphodiesterase-Hemmer Apremilast ist seit Januar 2015 zur Behandlung    der mittelschweren bis schweren chronischen Psoriasis    zugelassen. Apremilast ist der erste fr diese Indikation    zugelassene orale (PDE4)-Inhibitor und wird zur Behandlung von    Patienten eingesetzt, bei denen andere systemische Therapien    nicht angesprochen haben oder nicht vertragen wurden. Die    Substanz wurde ebenfalls zur Behandlung von Psoriasis-Arthritis    bei Erwachsenen zugelassen.[36][40]  <\/p>\n<p>    Die Vitamin-A-Abkmmlinge wie zum Beispiel Acitretin werden gerne    mit UV-Bestrahlungen kombiniert, fr synergistische Effekte    dieser Kombinationstherapie gibt es jedoch keine ausreichenden    Belege.[30]    Wichtig ist, dass diese Stoffe bei Frauen bis zu zwei Jahre    nach der Behandlung zu einer Missbildung des Kindes in der    Schwangerschaft fhren knnen.  <\/p>\n<p>    Die hier verwendeten Tabletten oder Spritzen wirken kurzfristig    lindernd. Es knnen jedoch auch ein Rckschlag (ein sog.    Rebound-Phnomen) und weitere    gravierende Nebenwirkungen auftreten. Die innerliche Therapie    der Psoriasis mit Kortikoiden wird heute nicht mehr empfohlen.  <\/p>\n<p>    Die immunsuppressive Substanz Ciclosporin ist zur Behandlung    von schwersten therapieresistenten Formen einer Psoriasis    zugelassen. Eine Langzeittherapie (lnger als maximal ein bis    zwei Jahre) ist auf Grund der potentiellen Nebenwirkungen wie    Nierenschdigung und Bluthochdruck, aber auch aufgrund der    Mglichkeit eines erhhten Krebsrisikos nicht    indiziert.[30]  <\/p>\n<p>    Fr die Nagel-Psoriasis gibt es bislang keine zugelassene    Behandlungsmethode. Allerdings hat sich die fixe Kombination    von Calcipotriol und Betamethason im    Off-Label-Use bewhrt. Dies wird auch durch    Studienergebnisse untermauert, die eine deutliche Reduktion der    Nagel-Psoriasis und positive Effekte auf Hyperkeratose und    Onycholyse zeigen konnten.[41]  <\/p>\n<p>    Die Befragung einiger Psoriasiskranker ergab, dass sie vor    allem Kruter und Dit-Regeln anwenden, auerdem Methoden der    traditionellen chinesischen    Medizin, meist in Ergnzung zu medizinischen    Verfahren.[42][43] Einige    Untersuchungen sprechen fr eine Wirksamkeit der Akupunkturbehandlung    bei Psoriasis und anderen Hauterkrankungen.[44] Fr eine ber einen    Placeboeffekt hinausgehende Wirksamkeit liegen derzeit    allerdings noch keine belastbaren Belege vor.[44][45][46][47] Umgekehrt knnen Hautreize    z.B. durch Akupunkturnadeln aufgrund des Kbner-Phnomens    zu Psoriasis-Plaques fhren.[48]  <\/p>\n<p>    Auch bei der Homopathie wird von den Anwendern immer    wieder ber Erfolge berichtet. Fr eine ber den Placeboeffekt    hinausgehende Wirksamkeit der Homopathie bei Psoriasis liegen    allerdings bisher keine belastbaren Belege vor.[49][50]  <\/p>\n<p>    2014 wurde eine ayurvedische Creme getestet mit den    Inhaltsstoffen Gelbwurz, Niem, Frberwurzel und Sweet Indrajao.    Die Probanden behaupten, dass Juckreiz umgehend reduziert wird    und Hautrtungen und -schwellungen substanziell vermindert    werden.[51]  <\/p>\n<p><!-- Auto Generated --><\/p>\n<p>Here is the original post:<br \/>\n<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schuppenflechte\" title=\"Schuppenflechte  Wikipedia\">Schuppenflechte  Wikipedia<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Klassifikation nach ICD-10 L40 Psoriasis L40.0 Psoriasis vulgaris L40.1 Generalisierte Psoriasis pustulosa L40.2 Akrodermatitis continua suppurativa L40.3 Psoriasis pustulosa palmoplantaris L40.4 Psoriasis guttata L40.8 Sonstige Psoriasis L40.9 Psoriasis, nicht nher bezeichnet ICD-10 online (WHO-Version 2013) Schuppenflechte bzw.  <a href=\"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/transhuman-news-blog\/psoriasis\/schuppenflechte-wikipedia\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-67099","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-psoriasis"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67099"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67099"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67099\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}