{"id":66882,"date":"2015-10-24T12:41:26","date_gmt":"2015-10-24T16:41:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/ron-paul-wikipedia\/"},"modified":"2015-10-24T12:41:26","modified_gmt":"2015-10-24T16:41:26","slug":"ron-paul-wikipedia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/transhuman-news-blog\/ron-paul\/ron-paul-wikipedia\/","title":{"rendered":"Ron Paul  Wikipedia"},"content":{"rendered":"<p><p>    Ronald Ernest Ron Paul (* 20. August 1935 in Green Tree, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Arzt und Politiker. Er ist    Mitglied der Republikanischen Partei und war    zwischen 1976 und 2013 (mit Unterbrechungen) Abgeordneter im    Reprsentantenhaus    der Vereinigten Staaten. Paul war bei der US-Prsidentschaftswahl    1988 Kandidat der Libertarian Party und war ein Bewerber    um die republikanische Kandidatur fr die US-Prsidentschaftswahl    2008 und 2012.  <\/p>\n<p>    Ron Paul hat einige Vorfahren, die aus Hessen stammen.[1] Seine Eltern    heirateten im Jahr 1929.[2] Er wurde als    der dritte von fnf Shnen geboren und musste mit seinen    Brdern im Milchladen der Familie mitarbeiten.[3] Nach dem Besuch der High-School in    Dormont    studierte er am Gettysburg College, an dem er 1957 mit    einem Bachelor of    Sciences in Biologie abschloss. Im gleichen Jahr heiratete    er Carol Wells. Anschlieend studierte Paul an der Duke    University Medizin. Als Arzt arbeitete er berwiegend in    der Geburtshilfe und als Gynkologe in    Lake Jackson, Texas.  <\/p>\n<p>    Ron Paul hat mit seiner Frau Carol fnf Kinder, sein Sohn    Rand Paul,    ebenfalls Arzt, kandidierte bei den Wahlen im November 2010 fr    die Republikaner in Kentucky erfolgreich fr den Senat der Vereinigten    Staaten.  <\/p>\n<p>    Paul begann 1971 sich aktiv in der Republikanischen Partei zu    engagieren. Prsident Richard Nixon    hatte den Goldstandard fr den Dollar aufgehoben     eine Entscheidung, die Paul bis heute ablehnt.[4] 1974 kandidierte Paul erstmals fr    den Kongress im 22. Wahlbezirk von Texas, verlor jedoch    gegen den Demokraten Robert R. Casey. Von 1976 bis 1977 und    von 1979 bis 1985 war er der Abgeordnete des 22. Wahlbezirks    von Texas. Von seiner Wiederwahl 1997 an vertrat er bis zum 3.    Januar 2013 den 14. texanischen Distrikt im    US-Abgeordnetenhaus.  <\/p>\n<p>    Bei den US-Prsidentschaftswahlen    1988 trat Paul als Kandidat der Libertarian    Party an, nachdem er sich gegen den Sioux-Aktivisten    Russell    Means bei den Vorwahlen durchgesetzt hatte. Als Motivation    fr die Kandidatur nannte Paul seine Unzufriedenheit mit der    Finanzpolitik und dem hohen Defizit der    Regierungen unter Prsident Reagan und Vizeprsident Bush. Am Ende erhielt er    431.750 (0,47%) Stimmen.[5]  <\/p>\n<p>    Am 11. Januar 2007 gab Paul sein Interesse an einer Kandidatur    fr die Prsidentschaftswahl    2008 bekannt und verkndete am 12. Mrz 2007 als Gast im    Washington Journal des Senders C-SPAN offiziell seine Kandidatur.[6] Paul galt von Anfang an als    Auenseiterkandidat, was sich im Echo der Printmedien und des    Fernsehens niederschlug. Da Pauls Ansichten in mehreren    Aspekten dem Mainstream der Republikanischen Partei    widersprechen und er zudem weit weniger bekannt ist als    Mitbewerber wie Rudolph Giuliani, Mitt Romney,    Fred    Thompson und John McCain, wurden ihm bei der    parteiinternen Kandidatenwahl hufig wenig Chancen eingerumt.    Entsprechend erreichte Paul bei den nationalen Wahlumfragen von    Meinungsforschungsinstituten lediglich zwischen 1 und    6%.[7] Er hielt seine Kandidatur bis zum    12. Juni 2008 aufrecht, obwohl John McCain seit Anfang Mrz    eine absolute Mehrheit der Delegierten hinter sich versammelt    hatte.[8]  <\/p>\n<p>    Paul hatte whrend des Wahlkampfes eine aktive    Untersttzergemeinde gewonnen, die sich berwiegend ber das    Internet koordiniert. Laut Serverdiensten wie Alexa    Internet wurde Pauls Website weitaus hufiger besucht als    die Seiten der republikanischen und demokratischen    Topkandidaten wie Rudolph Giuliani, Mitt Romney, Hillary Clinton, Barack Obama oder John Edwards. Die groe    Diskrepanz zwischen Popularitt im Internet und    Berichterstattung in traditionellen Medien wird hufig von    Kommentatoren bemerkt und ist bei Paul-Anhngern Anlass zu    einer scharfen Kritik der Medien. Andere dagegen verweisen    darauf, dass es sich dabei um informelle Umfragen handele (wie    z.B. bei den Telefon- und Onlineumfragen, aus denen Ron    Paul nach fnf der sechs TV-Debatten als Sieger hervorging),    bei denen zum Beispiel mehrfaches Anklicken durch eine Person    mglich sei und die daher wissenschaftlich nicht verwertbar    seien. Bei serisen Umfragen hielten sich seine Werte im    unteren einstelligen Bereich.[9]  <\/p>\n<p>    Bei vielen der sogenannten Straw Polls  Testwahlen, bei    denen meistens eine Anwesenheit des Whlers erforderlich ist,    der fr die Teilnahme Eintritt bezahlt  schnitt Paul ebenfalls    gut ab. So konnte Paul etwa Straw Polls in Regionen von    Nevada, Alabama, Oklahoma, Oregon, Georgia, New Jersey,    Maryland, New Hampshire, Texas, New York und Pennsylvania    gewinnen. [10] Weitere Erfolge konnte Paul im    Bereich des Fundraisings erzielen. So wurden im dritten    Quartal 2007 gut fnf Millionen Dollar gespendet, was einen    Anstieg von 114% gegenber dem zweiten Quartal bedeutete.    Schlagzeilen machten zudem Berichte, dass Paul als einziger    republikanischer Gegner des Irakkriegs mehr Spenden von    Militrangehrigen erworben hat als jeder andere Bewerber, ob    republikanisch oder demokratisch.[11]  <\/p>\n<p>    Die uerst widersprchlichen Ergebnisse der Meinungsumfragen    und die starke Zunahme von Spenden und Medienberichterstattung    machten es schwer, im Vorfeld der Primaries das Abschneiden Pauls    vorherzusagen. Bisweilen wurde Paul in den amerikanischen    Massenmedien als dark horse (in etwa unbekannte    Gre oder berraschungskandidat)    beschrieben[12], allerdings hielten es die    meisten Kommentatoren fr unwahrscheinlich, dass Ron Paul als    Irakkriegsgegner die Vorwahlen in der republikanischen Partei    gewinnen knnte.  <\/p>\n<p>    Am 15. Mai 2007 rief Paul starken Widerspruch und ffentliche    Reaktionen hervor, als er bei einer auf dem Fox News    Channel ausgestrahlten Debatte der republikanischen    Prsidentschaftskandidaten in Columbia (South Carolina) die    amerikanische Auenpolitik mit fr die Terroranschlge am 11.    September 2001 verantwortlich machte.[13][14]Rudolph    Giuliani griff Paul daraufhin an, bezeichnete dessen    Aussage als absurd und versuchte den Eindruck zu erzeugen, Paul    htte die amerikanische Bevlkerung fr die Terroranschlge    verantwortlich gemacht. In Interviews nach der Diskussion    betonte Paul, dass er keineswegs die amerikanische Bevlkerung,    sondern die Auenpolitik fr die Anschlge mitverantwortlich    mache, und verwies auf das gleich lautende Urteil des Berichts    der offiziellen Untersuchungskommission zu den Anschlgen am    11. September 2001.  <\/p>\n<p>    Im September 2008 erklrte Paul, er werde keine    Untersttzungserklrung (endorsement) der Kandidatur des    republikanischen Prsidentschaftskandidaten McCain abgeben. Er    begrndete dies mit grundlegenden inhaltlichen Differenzen,    insbesondere in der Auen- und der Finanzpolitik.[15]  <\/p>\n<p>    Siehe auch:     Vorwahlergebnisse der Prsidentschaftswahl in den Vereinigten    Staaten 2008  <\/p>\n<p>    Am 13. Mai 2011 gab Ron Paul in der Sendung Good    Morning America auf dem Sender American Broadcasting    Company formell seine Kandidatur fr die Prsidentschaftswahl    im Jahr 2012 bekannt.[16] Paul nahm    daraufhin an verschiedenen Fernsehdebatten teil, wozu er im    Gegensatz zu seiner Prsidentschaftskampagne 2008 bei allen    greren Veranstaltungen eingeladen wurde. Einzig die Jewish    Republican Coalition beschloss Paul von der Debatte    auszuschlieen, da seine Positionen zum Verhltnis der USA mit    Israel zu extrem seien. Paul hatte sich gegen die jhrliche    Militrhilfe der USA an Israel in Hhe von 3 Milliarden    US-Dollar ausgesprochen und angekndigt, sich im Konflikt    zwischen Israel und dem Iran neutral zu verhalten.[17]  <\/p>\n<p>    Mit den bereits aus 2008 bekannten Moneybombs konnte die    Kampagne groe Spendenbetrge erzielen. Im dritten Quartal 2011    sammelte Paul Spenden im Umfang von 8 Millionen Dollar, von    100.000 verschiedenen Spendern. Der durchschnittlich gespendete    Betrag ist somit 80 Dollar, sein Parteikollege Rick Perry, der    wie Paul ebenfalls aus Texas stammt, sammelte im gleichen    Zeitraum 15 Millionen Dollar, jedoch von nur 20.000 Spendern,    was eine durchschnittliche Spendensumme von 750 Dollar ergibt.    Daraus wird die groe Untersttzung der Graswurzelbewegung fr Paul    deutlich.[18]  <\/p>\n<p>    Groes Aufsehen erregte ein Beitrag der Daily Show    mit deren Moderator Jon Stewart, worin Stewart die tendenzise    Berichterstattung der groen Fernsehnetworks zum Ames Straw    Poll satirisch verarbeitete. Paul schloss bei diesem Straw Poll    mit 0.9% Rckstand als zweiter hinter Michele    Bachmann ab, wurde aber bei den Kommentarrunden von CNN,    MSNBC, CBS und Fox News nicht einmal erwhnt. [19]  <\/p>\n<p>    Bei der wichtigen ersten Vorwahl in Iowa belegte Paul den dritten Platz mit    21.4% aller Stimmen. Bei der zweiten Vorwahl in New Hampshire    erreichte Paul mit 22.9% der Stimmen den zweiten Platz,    hinter dem Favoriten Mitt Romney.[20]  <\/p>\n<p>    Seit am 10. April Rick Santorum und am 27. April Newt Gingrich    ihre Rckzge verkndeten, waren nur noch zwei Bewerber im    Rennen: Romney und Paul. Paul hatte wegen schwacher    Wahlergebnisse kaum noch Chancen, von seiner Partei aufgestellt    zu werden. Paul hat dennoch immer wieder erklrt, bis zum Ende    des Nominierungsprozesses im Rennen bleiben zu wollen.[21] Am 14. Mai 2012 setzte er jedoch    den Wahlkampf in den Primary-Staaten, die noch nicht gewhlt    hatten, aus. Er werde lediglich weiter um Delegierte in den    Staaten kmpfen, in denen die Vorwahlen stattgefunden    hatten.[22] Paul beendete seinen Wahlkampf    mit einer sechsstndigen Veranstaltung im Sun    Dome in Tampa.    Gem Ron Paul nahmen daran 11.000 Personen teil.[23]  <\/p>\n<p>    Am 28. August 2012 wurde Mitt Romney offiziell zum    republikanischen Prsidentschaftskandidaten gekrt; die    Proteste Pauls, er sei beim Nominierungsparteitag bewusst an    den Rand gedrngt worden, blieben folgenlos.  <\/p>\n<p>    Innerhalb eines Tages, des 5. November 2007, mit Anlehnung an    den Jahrestag des Gunpowder Plots, nahm Ron Paul durch eine    von Graswurzelaktivisten gestartete, nicht    mit der offiziellen Wahlkampagne abgestimmte Aktion[24] ca. 4,38 Mio. Dollar online    ein.[25] Insgesamt spendeten rund 40.000    Untersttzer einen durchschnittlichen Betrag von 103    Dollar.[26] Dieses sogenannte Money Bomb    Event fhrte zudem zu einer erhhten Aufmerksamkeit der    TV-Nachrichtensender[27] und der    Presse.[28][29]  <\/p>\n<p>    Am 16. Dezember 2007, mit Anlehnung an die Boston Tea    Party von 1773, konnte Ron Paul erneut durch eine weitere    Graswurzel-Aktion[30] ca. 6,04    Mio. Dollar online einsammeln.[31] Diese Summe    ist die hchste Summe, die weltweit ein Politiker innerhalb von    24 Stunden eingenommen hat.[32] Der    bisherige Rekordhalter fr Off- und Online-Spenden war der    ehemalige Prsidentschaftskandidat John Kerry im Jahr 2004 mit ca. 5,7 Mio.    Dollar.[33]  <\/p>\n<p>    Insgesamt spendeten rund 58.407 Untersttzer, wovon 24.915    erstmalige Spender waren, einen durchschnittlichen Betrag von    102 Dollar.[34] Erneut gelang es Paul, die    Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen.[35][36] Insgesamt    betrugen 2007 die Spendeneinknfte von Paul ca. 28 Millionen    Dollar, wovon ber 19,7 Millionen Dollar auf das vierte Quartal    entfielen.  <\/p>\n<p>    Nach Beendigung seiner Kampagne 2008 grndete Ron Paul mit den    brigen Spendengeldern die Campaign for Liberty, eine    Organisation welche sich gem eigner Beschreibung fr    Individuelle Freiheit, eine verfassungsgeme Regierung,    solides Geld, freie Mrkte und eine Auenpolitik des    Nicht-Interventionismus mittels Bildung, Interessensvertretung    und Mobilisierung einer Graswurzelbewegung einsetzt. Die    Campaign for Liberty gab einen wichtigen Ansto zur Tea-Party-Bewegung.  <\/p>\n<p>    Zusammen mit bekannten amerikanischen Anti-Kriegs-Politikern    beider Parteien wie Dennis Kucinich und Walter B.    Jones sowie weiteren Exponenten grndete Ron Paul 2013 das    Ron Paul Institute for Peace and Prosperity. [37] Unter akademischer Leitung von    Gary    North bietet Ron Paul eine Homeschooling-Platform fr die Stufen von    Kindergarten bis High-School an. Seit August 2013 betreibt Ron    Paul - nachdem er sich ber mangelnde Aufmerksamkeit in den    US-Medien beklagt hatte - einen kostenpflichtigen    Internetfernsehkanal unter dem Namen \"Ron Paul Channel\",    welcher mehrmals wchentlich Interviews, News- und    Kommentarbeitrge zu aktuellen Themen aus libertrer    Perspektive bietet.[38] Sein    Institut wurde whrend der Ukrainekrise 2014    ausgiebig von russischen Medien zitiert[39], wie    er frher Kronzeuge der Friedensbewegung gegen einen \"Krieg mit    den Iran\" war[40].  <\/p>\n<p>    Pauls politische Einstellung wird von Beobachtern als palolibertr, konstitutionalistisch, isolationistisch und konservativ    beschrieben. Grundlage der politischen Ansichten Ron Pauls ist    ein strikter Konstitutionalismus, eine    einflussreiche rechtspolitische Auffassung in den USA, der    zufolge allen Verfassungsorganen nur genau diejenigen    Handlungen erlaubt sind, die die Verfassung der Vereinigten    Staaten ausdrcklich erlaubt, im Gegensatz zu derjenigen    Auffassung, die der Politik ausschlielich ausdrckliche    Verbote auferlegt. Darber hinaus befrwortet Paul    individualistische Freiheit, die auch beinhaltet, dass jeder    Brger seine Vorsorge fr Alter, Krankheit, Arbeitslosigkeit    etc. selbst regelt und jede staatliche Verantwortung fr    Sozialversicherungen wie Rentenversicherung, Krankenfrsorge    etc. abgeschafft wird. Sich selbst sieht Paul in der Tradition    der Grndervter. Dabei    versteht er sich selbst als Republikaner der alten Schule und    grenzt sich aktiv vom Neokonservatismus und von der Bush-Regierung ab. Seiner Ansicht    nach vertritt er die ursprnglichen Ideale der Republikaner und    wirft anderen Parteimitgliedern vor, sie htten diese Linie    verlassen, da die Grnder der republikanischen Partei die Ziele    seiner Politik verfolgt htten.[41]  <\/p>\n<p>    Paul war bekannt fr seine Ablehnung des Irakkrieges und die    Idee einer isolationistischen,    nicht-interventionistischen Auenpolitik in der Tradition von    George Washington und Thomas    Jefferson[42] (siehe auch Monroe-Doktrin). Paul stimmte gegen die    Irak-Kriegs-Resolution[43] und setzt    sich fr einen unverzglichen Abzug der US-Armee aus allen    Lndern ein. Die Untersttzung libyscher Rebellen im Verlauf    des Arabischen Frhlings lehnte er folglich ebenso ab.[44] Pauls nichtinterventionistische    Haltung geht so weit, dass er einen Austritt der USA aus    NATO, UN und    WTO befrwortet,[45] eine Position, die ihm den    Vorwurf des Isolationismus eingetragen hat. Jedoch    spricht er sich selbst deutlich gegen das aus, was er selbst    unter Isolationismus versteht, und fordert ein starkes    Amerika, das mit anderen Nationen offenen Handel treibt, sie    bereist, mit ihnen kommuniziert und diplomatische Beziehungen    aufrechterhlt. Paul erklrt zu seinen Gunsten, dass es stets    republikanische Prsidenten wie Eisenhower gewesen seien, die die    Streitkrfte    aus aussichtslosen Engagements befreit htten. Darber hinaus    wies er darauf hin, dass George W. Bush im Prsidentschaftswahlkampf    2000 noch mit einer explizit nichtinterventionistischen    Auenpolitik geworben und seine Ablehnung von Militreinstzen    und Nation building zum Ausdruck    gebracht habe. Der Prsident sei diesen Grundstzen untreu    geworden.  <\/p>\n<p>    Entsprechend seiner nichtinterventionistischen Haltung    bevorzugt er eine diplomatische Lsung internationaler    Spannungen. So lehnt er einen Krieg gegen den Iran kategorisch ab und sieht    darin eine Wiederholung des 'sinnlosen' Irak-Krieges.[46]  <\/p>\n<p>    2014 erklrte Ron Paul, dass es die westlichen Mchte (USA)    sind, die fr die Unruhen in der Ukraine gesorgt haben    und es sie sind, die fr die Aufrechterhaltung der Spannungen    verantwortlich sind.[47] Er    kritisierte, die USA htten Russland den Krieg erklrt.[48]  <\/p>\n<p>    Pauls innenpolitische Positionen brachten ihn ebenfalls in    Konflikt mit weiten Teilen der Republikanischen Partei und der    Regierung Bush. Er stimmte schon 2001 gegen den USA PATRIOT    Act und erklrte: Alles, was wir als Antwort auf die    Angriffe vom 11. September getan haben  vom Patriot Act bis    zum Irakkrieg , hat nur die Freiheit in Amerika verringert.    [49] Er befrwortet eine Auflsung    des Department    of Homeland Security. Paul setzt sich zudem fr ein    Ende des sogenannten War on Drugs und aufgrund seines    Verstndnisses individueller Freiheit fr eine liberalere    Drogenpolitik sowie die medizinische    Nutzung von Cannabis    ein. Paul befrwortet auch den Schutz der Meinungsfreiheit von    Julian    Assange und WikiLeaks im selben Ausma wie fr    Mainstream-Medien in Bezug auf die Verffentlichung von    Informationen.[50]  <\/p>\n<p>    Bei anderen innenpolitischen Themen stimmt Paul mit    konservativen Republikanern berein und weicht weit von den    Position der Demokraten ab. Teil der persnlichen    Selbstbestimmung ist nach Paul etwa das Recht, Waffen zu    tragen; die Lobbyorganisation Gun Owners of    America vergab an Paul als einzigem    Prsidentschaftskandidaten ein A+ Rating    (1+-Bewertung). Paul tritt zudem fr eine striktere    Migrationspolitik ein und hat fr den Secure Fence Act of    2006 gestimmt, der den Bau eines ca. 1100 km langen Zauns    an der Grenze zu    Mexiko vorsieht, wobei er hervorhebt, dass er gegen dieses    Abkommen stimmen wrde, wenn es keine staatlichen    Sozialprogramme gbe.  <\/p>\n<p>    Paul lehnt nationale Regelungen der gleichgeschlechtlichen Ehe ab    und erklrt, dass die einzelnen Staaten jeweils ber ihre    Einfhrung entscheiden sollen. Auf die Frage, ob er    gleichgeschlechtliche Ehen untersttze, erklrte Paul: Ich    untersttze jede freiwillig eingegangene Bindung, wie immer die    Leute sie dann nennen mgen. [51] Paul    beschreibt sich selbst als pro-life, also als Abtreibungsgegner. Er hat einen    Gesetzentwurf initiiert, der festlegen soll, dass menschliches    Leben mit der Empfngnis beginnt. Auerdem kmpft er dafr,    den Bundesgerichten das Recht zu entziehen, von Bundesstaaten    erlassene Abtreibungsgesetze zu berprfen, was auf eine    Annullierung des Roe v. Wade-Urteils des Supreme    Courts hinauslaufen wrde.[52]  <\/p>\n<p>    Paul nennt die amerikanischen    Sozialprogramme ein Kartenhaus, da die demographische    Entwicklung die Programme in einigen Jahrzehnten unbezahlbar    mache. Da er zudem rztliche Behandlung nicht als Menschenrecht    ansieht, setzt er sich dafr ein, dass Arbeitnehmer eine    Teilnahme an Sozialversicherungen wie Medicare und Medicaid ablehnen knnen, mit der Folge, dass    sie keine Sozialbeitrge (payroll-tax) mehr zahlen mssen und    dafr keinerlei Ansprche mehr haben [53]. Er    ist ein Kritiker des amerikanischen    Gesundheitssystems. Dabei lehnt er sowohl universal    healthcare nach europischem Vorbild als auch private    Krankenversicherungen ab, da deren Kosten immer weiter steigen    wrden, solange nicht der Patient, sondern eine dritte Partei    die Rechnungen bezahlt.[54]  <\/p>\n<p>    Paul versteht sich als Vertreter der freien Marktwirtschaft im    Sinne der sterreichischen Schule der    Nationalkonomie. Ziele seiner Politik sind Deregulierung    und geringe Steuern. Entsprechend schlgt er eine Auflsung der    nationalen Steuerbehrde IRS und der Federal Reserve Bank (unter    gleichzeitiger Wiedereinfhrung des Goldstandard) vor    und spricht sich fr einen schlanken Staat aus. Paul lehnt    das Handelsabkommen NAFTA und die    Mitgliedschaft in internationalen Institutionen wie der    WTO als Bedrohung der Souvernitt der Vereinigten Staaten ab.    Zudem mchte er die bundesweit erhobene Einkommensteuer    abschaffen.[55]  <\/p>\n<p>    Im Januar 2008 geriet Ron Paul unter Druck, als The New    Republic Auszge aus Newslettern verffentlichte, die in den 1980er    und 1990er Jahren unter seinem Namen verffentlicht worden    waren.[56] Diese Publikationen (Ron    Pauls Freedom Report, Ron Paul Political Report, The Ron Paul    Survival Report und The Ron Paul Investment Letter)    enthielten Kommentare, die als rassistisch, schwulenfeindlich und verschwrungstheoretisch kritisiert    wurden.[57] Ron Paul erklrte dazu, er habe    die kritisierten Beitrge weder selbst verfasst noch gelesen    und wisse nicht, wer sie geschrieben habe; auerdem knne er    als Libertrer kein Rassist sein, weil Rassismus eine kollektivistische Idee sei.[58] Die libertre Zeitschrift    Reason benannte unter Berufung    auf Quellen in der palolibertren Bewegung    Lew    Rockwell, der von 1978 bis 1982 Pauls Stabschef in dessen    Kongressbro war und heute das Webmagazin    LewRockwell.com betreibt, als den Ghostwriter, der in    erster Linie die Beitrge in den Newslettern verfasste.    Auerdem zitierte Reason einen Steuerbescheid aus dem    Jahr 1994, dem zufolge die jhrlichen Einknfte der Firma    Ron Paul & Associates, die die Newsletter    publizierte, $ 940.000 betrugen.[59]  <\/p>\n<p><!-- Auto Generated --><\/p>\n<p>Read the original here:<br \/>\n<a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ron_Paul\" title=\"Ron Paul  Wikipedia\">Ron Paul  Wikipedia<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Ronald Ernest Ron Paul (* 20. August 1935 in Green Tree, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Arzt und Politiker. 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