{"id":174433,"date":"2016-11-23T22:01:03","date_gmt":"2016-11-24T03:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/unsterblichkeit-wikipedia\/"},"modified":"2016-11-23T22:01:03","modified_gmt":"2016-11-24T03:01:03","slug":"unsterblichkeit-wikipedia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.euvolution.com\/prometheism-transhumanism-posthumanism\/mind-uploading\/unsterblichkeit-wikipedia\/","title":{"rendered":"Unsterblichkeit  Wikipedia"},"content":{"rendered":"<p><p>    Unsterblichkeit ist die Vorstellung eines zeitlich    unbegrenzten Lebens in    physischer oder    spiritueller Form.  <\/p>\n<p>    Der Beweis fr biologische Unsterblichkeit bei hher    entwickelten tierischen und pflanzlichen Lebensformen steht    noch aus. Bei den meisten bekannten Tieren nimmt die Fhigkeit    zur Selbstregeneration im Verlaufe des Lebens aus verschiedenen    Grnden jedoch ab. Sollte ein Wesen existieren, das    Beschdigungen in demselben Mae reparieren kann, in dem sie    auftreten, wre es wohl zeitlich unbegrenzt lebensfhig.  <\/p>\n<p>    Diese Unsterblichkeit ist naturgem in der Realitt dadurch    begrenzt, dass die Organismen durch uere Einflsse und    Krankheiten sehr wohl zu Tode kommen knnen. Daher wird diese    Unsterblichkeit als potenzielle oder relative    Unsterblichkeit bezeichnet.  <\/p>\n<p>    Es wird angenommen, dass das Altern eine Folge des    Evolutionsprozesses ist  warum sich allerdings Altern als    Selektionskriterium durchgesetzt hat, bleibt bisher eine offene    Frage. Der programmierte Zelltod und das Problem sich    verringernder Telomere finden sich bereits in    einfachsten Organismen. Dies knnte die Folge eines    Kompromisses zwischen einer Vermeidung von Krebs einerseits und    dem Altern andererseits sein.  <\/p>\n<p>    Unter den modernen Theorien zur Evolution des Alterns finden sich unter anderem:  <\/p>\n<p>    Bereits heute ist die Lebensspanne in den Industrienationen    weit ber dem Niveau frherer Tage. Dazu haben Fortschritte bei    der Hygiene, Ernhrung, dem Lebensstandard und ganz allgemein    in der medizinischen Versorgung gefhrt. Durch die    Weiterentwicklung von Technologien in den Bereichen    Gentherapie, Zelltherapie, regenerative Medizin, Biomedizin und    Mikro- bzw. Nanotechnologie ist damit zu rechnen, dass ein    weiterer signifikanter Anstieg der Lebenserwartung mglich    wird. Wie blich werden sich diese Entwicklungen schrittweise    vollziehen, sodass bereits mittelfristig mit greifbaren    Resultaten gerechnet werden kann, die mit der Zeit immer    umfassender und wirkungsvoller werden sollten. Robert Freitas,    ein Wissenschaftler auf dem Gebiet der theoretischen    Nanorobotik, konstruiert Modelle von Nanomaschinen, die in    Zukunft dauerhaft im menschlichen Krper eingesetzt werden    knnten, um Pathogene zu eliminieren, Krebs in Schach zu halten    und Reparaturarbeiten durchzufhren. Somit knnte    mglicherweise der Alterungsprozess zum Stillstand gebracht    werden, indem es zu einem Gleichgewicht zwischen den    Verschleierscheinungen einerseits und regenerativen Prozessen    andererseits kommt.  <\/p>\n<p>    Aubrey de    Grey entwickelt Theorien ber das menschliche Altern, das    er wie eine Krankheit auf ungnstige biochemische Prozesse    zurckfhrt, die durch gezieltes Beeinflussen gestoppt oder    umgekehrt werden knnen. Das von ihm vorgeschlagene Verfahren,    das er als Strategien zur Bekmpfung des Alterns (Strategies    for Engineered Negligible Senescence, kurz SENS) bezeichnet,    basiert auf sieben von ihm propagierten Angriffspunkten. De    Grey ist Mitbegrnder (gemeinsam mit David Gobel) und leitender    Wissenschaftler des Projektes Methusalem-Maus-Preis, das die    Beschleunigung und Frderung der Forschung auf dem Gebiet der    Lebensverlngerung zur Aufgabe hat. Das durch Spenden stndig    wachsende Preisgeld, das im Juni 2008 einen Stand von 2,8    Millionen EUR (4,4 Millionen USD) betrug, wird an Labore    vergeben, deren Arbeit die Lebensspanne von Musen nachweislich    deutlich verlngern kann. Die Intention des Preises ist es,    dass berzeugende Erfolge im Mausmodell groe Investitionen fr    das bertragen der Ergebnisse auf den menschlichen Einsatz mit    sich bringen wrden.  <\/p>\n<p>    Bei ausreichend tiefen Temperaturen, in der Praxis 196 C,    kommt jede Form von Bioaktivitt im Organismus zum Erliegen;    damit wird jeder weitere Verfall des Gewebes gestoppt. Die    Kryonik, das Einfrieren des ganzen Krpers oder des Gehirns als    Sitz des Bewusstseins, ist eine Hoffnung auf eine Verlngerung    des eigenen Lebens fr Menschen, deren Alterungsprozess zu weit    fortgeschritten ist oder sein wird, als dass sie von dem    technischen Stand der lebensverlngernden Manahmen profitieren    knnten oder deren Krankheiten nach aktuellem Stand der Medizin    nicht geheilt werden knnen. Die Hoffnung dieser    Kryonik-Patienten ist, dass zuknftige Generationen ihre    Krankheiten oder das Altern an sich behandeln knnen.  <\/p>\n<p>    Moderne Kryonikverfahren nutzen zur Konservierung einen als    Vitrifizierung bezeichneten Prozess. Bei    diesem wird die organische Materie nicht im klassischen Sinne    eingefroren. Bei den verwendeten extrem tiefen Temperaturen    geht die Biomasse Mensch in eine glashnliche Struktur ber. Damit kommt es nicht zu    der ansonsten beobachteten Zellschdigung durch die Bildung von    Eiskristallen. Besonders beim Gewebe des Gehirns ist es    entscheidend, die exakte Struktur zu konservieren. Nur so    besteht die Hoffnung, die darin enthaltenen Informationen  die    Erinnerungen und das Bewusstsein des Individuums  in der    Zukunft wiederherstellen zu knnen.  <\/p>\n<p>    Die Umwandlung eines Menschen in einen Cyborg sagt im    Wesentlichen aus, dass der Mensch durch technische Implantate    erhalten oder verbessert wird. In Anfngen kann eine solche    Perspektive bereits heute bei der Entwicklung knstlicher    Herzen gesehen werden, obwohl die mensch-gemachten Systeme dem    biologischen Vorbild noch klar unterlegen sind. Cyborgologie    umfasst potentiell die Integration von Neuro-Implantaten zum    Erhalt und zur Erweiterung kognitiver Mglichkeiten und den    Austausch biologischer Organe und Systeme durch    leistungsfhigere technische Alternativen.  <\/p>\n<p>    Unter Mind-Uploading versteht man die Auslagerung der    bewusstseinsrelevanten Teile des Gehirns in ein digitales    Medium. Durch diesen Prozess knnte man zum einen eine digitale    Alternative zur Kryonik als konservierende Manahme schaffen.    Andererseits knnte es auch mglich sein, das gespeicherte    Bewusstsein in einer digitalen virtuellen Welt zum Leben zu    erwecken. Grundstzlich ist die Frage legitim, inwieweit diese    Simulation einen Realittsanspruch erheben knnte. Allerdings    ist jeder Eindruck, den unser Bewusstsein von der Umwelt    erhlt, auch nicht viel mehr als das Ergebnis von im Gehirn    verarbeiteten Sinneseindrcken  und daher subjektiv.  <\/p>\n<p>    Alternativ wre auch denkbar, das Bewusstsein bei Bedarf in    eine geeignete physische Einheit (z.B. Roboter) zu    transferieren, dessen Sinneseindrcke zu verarbeiten und ber    Adduktoren (z.B. Arme oder Beine) mit der Umgebung zu    interagieren.  <\/p>\n<p>    Fr das Erlangen von Unsterblichkeit bietet die Methode des    Uploading einen guten Sicherheitsvorteil, da man vor physischen    krperlichen Schden sicher wre und man zustzlich Backups auf    rumlich verteilten digitalen Systemen speichern knnte. Der    entscheidende Nachteil ist die neue physische Form bzw. das    Fehlen einer solchen. Es besteht natrlich kein Konsens    bezglich der prinzipiellen Realisierbarkeit von    Mind-Uploading, da diese Frage von der geistesphilosophischen    Auffassung abhngt, es knnte sich zum Beispiel die Frage    stellen, ob eine angenommene Subjektivitt verloren ginge.  <\/p>\n<p>    Die Idee der Unsterblichkeit gehrt in nahezu allen Religionen    zum festen Glaubensbestand. Dabei haftet dem verehrten Gott    oder der Gtterwelt das Attribut des Unsterblichseins    an, wird aber auch der menschlichen Seele Unsterblichkeit zugebilligt. Im    Daoismus bestand    in vielen Strmungen die berzeugung, der Mensch knne seinen    Geist und Krper durch Kultivierung soweit entwickeln, dass er    physische Unsterblichkeit erlangt und ein Xian    wird, in anderen Strmungen des Daoismus handelt es sich um    eine nicht-physisch gemeinte spirituelle oder geistige,    teilweise nachtodliche Unsterblichkeit. Die chinesische Alchemie widmete sich    bis zum Ende der Tang-Zeit vornehmlich der Suche nach dem    Elixier der Unsterblichkeit, der Quanzhen-Daoismus wandte sich explizit    vom Ziel der physischen Unsterblichkeit ab.  <\/p>\n<p>    In der Bibel gibt es einige Stellen, die sich auf relative    physische Unsterblichkeit beziehen (nachfolgende im Wortlaut    aus der Lutherbibel, Ausgabe Revidierte Fassung 1984 (1985) der    sterreichischen Bibelgesellschaft), freilich nur bedingt durch    gttlichen Willen. Nachfolgende Textpassagen stammen smtlich    von den vier Evangelisten.  <\/p>\n<p>    Nach: Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, aber    was wird mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will,    dass er bleibt bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir    nach! Da kam unter den Brdern die Rede auf: Dieser Jnger    stirbt nicht (Johannes 21,22) Ich    sage euch aber wahrlich: Einige von denen, die hier stehen,    werden den Tod nicht schmecken, bis sie das Reich Gottes sehen    (Lukas 9,27) Und er sprach zu    ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen einige    hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie sehen das    Reich Gottes kommen mit Kraft. (Markus    9,1) Bei Lukas und Markus findet sich sogar fast    wrtliche bereinstimmung. Anzumerken ist, dass insbesondere    das Christentum das Leben nach dem Tode sowie die Auferstehung    betont. Obengenannte Bibelstellen werden daher selten zitiert,    da sie meist in der christlichen Theologie einen    untergeordneten Stellenwert besitzen. In der christlichen Bibel    selbst gibt es ungeachtet des Topos ewiges    Leben\/Unsterblichkeit Berichte ber besonders    langlebige Individuen wie etwa Methusalem oder die Erzvter.  <\/p>\n<p>    Die philosophische Argumentation fr die Unsterblichkeit    (der Seele oder des    Geistes) geht    u.a. zurck auf Platon. Das Hauptargument lautet: Die geistige    Seele kann nicht sterben, d.h. zerstrt oder zerteilt    werden, weil sie eine einfache, nicht-zusammengesetzte,    immaterielle Substanz ist.  <\/p>\n<p>    Immanuel    Kant, der sich zum Christentum bekannte, formulierte 1793    in seiner religionsphilosophischen Schrift Die    Religion innerhalb der Grenzen der bloen Vernunft seine    Doktrin fr eine    Vernunftreligion. Kant postuliert darin    die Mglichkeit der Existenz Gottes und der Unsterblichkeit der    Seele, die somit Gegenstand eines rationalen Glaubens sein    knnen. Allerdings lehnte er metaphysische Beweise hierfr ab.  <\/p>\n<p><!-- Auto Generated --><\/p>\n<p>Read the original here: <\/p>\n<p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unsterblichkeit\" title=\"Unsterblichkeit  Wikipedia\">Unsterblichkeit  Wikipedia<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Unsterblichkeit ist die Vorstellung eines zeitlich unbegrenzten Lebens in physischer oder spiritueller Form. 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